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Bachblüten-Anwender milde zu belächeln, ist ein ausgezeichnetes Beispiel für „Ich weiß grundsätzlich alles- und das besser!“ Nun ja. Ich muss fairerweise gestehen, auch ich gehörte einst zu den Ignoranten- bis ich mit gegenteiligen Erfahrungen konfrontiert und mein Interesse geweckt wurde.

Zugegeben- ich kann auch nicht genau sagen, wie die wirken … und verwende sie trotzdem. Damit befinde ich mich allerdings in bester Gesellschaft mit den reinen Schulmedizinern. Es ist nicht so, dass die genauen Wirkungsmechanismen aller gängiger Allopathika oder auch Phytopharmaka etwa bekannt wären. Man glaubt zwar, die Wirkungsabläufe zu kennen, aber es kommt immer wieder zu Überraschungen. Selten wirkt etwas wie ein Kaffeeautomat: oben 1 € rein- unten kommt der Kaffee raus.  In der Regel geht es über einige -nicht bekannte- Zwischenstufen.

Dass Wasser („Bachblüten“ bestehen daraus) Infos zu speichern scheint, ist bereits von verschiedenen Wissenschaftlern gefunden worden. Bei dem, was wir alles mit Wasser anstellen, ist das keine Nachricht, die man gern verbreitet sehen möchte- und zur Kenntnis nehmen noch weniger.

Wenn ich eine Heilwirkung ohne gravierende Nebenwirkungen beobachten kann, ist die Kenntnis des genauen Ablaufs den Interessen des Patienten eher untergeordnet. Nur weil ich etwas nicht vollkommen verstehe, muss ich es nicht zwangsläufig in einem Rundumschlag nieder machen (Dann müssten auch einige schulmedizinische Therapien gemieden werden.) In der Geschichte –gerade- der Medizin ist das leider ein normales Vorgehen. Man denke nur mal an Semmelweis: Er stellte fest, dass die Sterblichkeit von Wöchnerinnen erheblich abnahm, wenn pingelig auf Sauberkeit geachtet wurde. Zu der Zeit konnte man am Grad der Verschmutzung des Gehrocks (Kittel wohl seltener) auch den Grad der Erfahrung ablesen. (Im Bio-Studium war das übrigens immer noch so.. aber als ehemalige Krankenschwester ging das für mich GAR nicht.. bäääh!… 😛  Da blieb ich optisch lieber ein ewiger Anfänger.) Was für ein Affront, wenn nun auf einmal jemand auf Sauberkeit bestand. Hände waschen? Das war nur was für Proleten und Arbeiter- aber doch nicht für einen Akademiker, Mediziner! (Man glaubt es nicht- aber solche Einstellungen gibt’s bis heute- zum Glück inzwischen selten.) Mit dem heutigen Wissen ist es kaum vorstellbar, dass wegen dieser Verbohrtheit unzählige Mütter ihr Leben lassen mussten. Weiter ging es mit Operationsmethoden, Desinfektion, Narkosen, die ebenso wild entschlossen jahrelang bekämpft wurden. Wen das näher interessiert: unter anderem von Jürgen Thorwald gibt es spannende Geschichten dazu.

Aber wieder zurück zu den Bachblüten: (eine kurze Info zu dem Entdecker: Dr.Edward Bach war kein esoterisch angehauchter Irrer, sondern ein medizinischer „Überflieger“, hat sein Examen als Arzt in Cambridge abgelegt, irgendwann den Nutzen der gängigen Medizin für die Patienten angezweifelt und sich daher auf die Suche nach Alternativen begeben.)
Bei der ersten Begegnung mit Bachblüten war ich ebenfalls skeptisch und gewirkt haben sie bei mir auch nicht. (Warum- weiß ich inzwischen. Das hatte etwas mit einer vorausgegangen Rö-Bestrahlung zu tun. Merkwürdigerweise „erholen“ sie sich nach einigen Wochen wieder. Kann jeder selbst austesten.)

Nach der enttäuschenden Erfahrung und bevor ich es als Heilmittel überhaupt in Erwägung zog, machte ich Tests mit Pflanzen und Tieren. Da musste ich nicht mit eingebildeten Reaktionen rechnen.
Die ersten Tests mit Pflanzen verliefen positiv. Einige Beispiele, um sich das vorstellen zu können: mir wurden ein paar empfindliche Pflanzen gebracht, die von ihren Besitzern (z.B. wegen Urlaub) nur spärlich gegossen worden waren und nun eher tot als lebendig aussahen. Zuerst bekamen sie Wasser- aber das nützte nichts mehr. Noch nach 8 Stunden hingen sie genauso traurig herunter. Dann gab ich 2 Tropfen der 1.-Hilfe-Mischung in Leitungswasser und goss damit: Innerhalb einer Stunde sahen sie aus wie neu. Oh! Nach den voraus gegangenen Stunden hatte ich mit SO einer drastischen Erholung nicht gerechnet. Nun war meine Neugier geweckt und ich probierte weiter: mit Pflanzen, die von Schädlingen befallen waren, einen Umzug oder das Umtopfen nicht gut überstanden hatten – und die meisten zeigten eine ähnlich verblüffende Reaktion.

Dann wagte ich mich an Haustiere. Den Tierärzten war nur noch als Lösung eingefallen, dass die Besitzer sich von ihnen trennen sollten.  Auch hierfür Beispiele: Ein völlig verhaltensgestörter Wellensittich war nach einer Woche Bachblütenwasser „normal“ und keine Zumutung mehr für die Artgenossen und Besitzer. Ein eifersüchtiger Dackel, der nicht in die Nähe eines Neugeborenen gelassen werden konnte, brauchte ebenfalls ungefähr eine Woche, um das neue Familienmitglied gelassen akzeptieren zu können. Alle Therapie-Versuche bei diesen Tieren waren vorher fehlgeschlagen.

Als nächstes stand nun die Behandlung von Menschen an