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FAQs zur „erweiterten Kommunikation (E.K.)“

Die Fragen und Antworten sind eine Zusammenfassung aus den häufigsten Fragen. Bleiben Fragen offen, kann man die natürlich gern an mich direkt richten.

Fragen (für die Antworten bitte scrollen)
  • Wo liegen die Unterschiede zu einem Gespräch mit einem Psychotherapeuten?
  • Was ist der Unterschied zu einer Hypnose?
  • Wie geht es danach weiter?
  • Wenden Sie die erweiterte Kommunikation in jedem Fall an?
  • Wie kann man sich eine erweiterte Kommunikation bei einem Team vorstellen?
  • Wie kann man in so kurzer Zeit so viel erreichen? Das klingt mir etwas reißerisch.
  •  „Crossover“-Erkenntnisse: Pädagogik- EW- Pflege/Medizin
Klingt das nicht ein bißchen wie ein Besuch beim Psychologen oder Psychiater ?

Jeder Psychotherapeut hat natürlich seine ganz speziellen Favoriten der Behandlungsvielfalt- diese Unterteilungen werden nicht immer so deutlich kommuniziert oder bei einigen verschwimmen die Grenzen. Für alle Varianten lassen sich hier die Unterschiede nicht gesondert aufführen. Deren Angebot beinhaltet unter anderem auch die Diagnose und Behandlung von schweren psychischen/neurologischen Erkrankungen.

Grundlegende Unterschiede der E.K:
  • Ein Anspruch ist z.B., dass der Klient das Gespräch in einem besseren Zustand verlassen sollte als er es begonnen hat.
  • Die Ursache eines Problems wird aufgesucht, um damit das Problem selbst und alle daraus resultierenden Schwierigkeiten aufzulösen zu können.
  • Das Unterbewusstsein wird nicht „erzogen“ oder unterdrückt, sondern ist ein wichtiger Helfer, dessen z.B. Fehlinformationen während des Gesprächs durch den Klienten selbst korrigiert werden.
  • Hirnerkrankungen, Drogen- oder Alkoholabhängigkeiten z.B. lassen sich damit nicht „korrigieren“.
  • Über welchen Weg der Klient das Ziel erreicht, welche Mittel inhaltlich genau gewählt werden, um sein Problem aufzulösen, ist Entscheidung des Klienten.
  • Die Probleme werden nicht „zu Verständniszwecken“ auf andere Menschen verlagert- auch nicht übergangsweise: weil es dadurch zu einer Vermengung mit deren Problemen, Sichtweisen oder Werten kommen kann – was beim Klienten zusätzliche Probleme oder Verwirrung auslösen kann.
  • Die Probleme werden nicht auf andere Menschen aus dem Umfeld des Klienten projiziert. Damit würden weitere Menschen ungefragt z.T. schwer belastet und den Klienten würde es nicht weiter bringen.
  • Einen großen Unterschied gibt es beim Zeitraum– oft reichen wenige Gespräche. So gerät der Klient auch gar nicht erst in Abhängigkeiten.
  • Der meiner Meinung nach größte Unterschied ist für mich das wichtigste Argument: Man begibt sich in die „Welt des Klienten“. Bei allem Einfühlungsvermögen- jeder hat eine andere Geschichte, andere Vorlieben, Talente, Wünsche uvm.: d.h. solange man von seiner eigenen (oder erlernten) Position FÜR einen anderen entscheidet- zielt man daneben. Ob weniger oder mehr- ist im Ergebnis eigentlich unwichtig. (Wer mehr dazu wissen möchte: von Frau Birkenbihl gibt es sehr gute Bücher und DVD’s dazu- oder auch Filme auf youtube).   Auch noch so elegante Lösungen sind selten von Dauer, wenn sie einem anderen einfach serviert werden. Statt dessen wird genutzt, was der Klient zur Verfügung stellen kann- seien es Erinnerungen, Fähigkeiten oder Ziele. Ausbildungen des Anwenders sind notwendige Grundlage, um die Abläufe zu verstehen und angemessen reagieren zu können, keine Leitlinien für den Klienten. Die kommen aus anderen Quellen.

Ähnlichkeiten gibt es beim Vorgespräch:

Das Problem muss klar benannt werden und auch das Ziel.

Was ist der Unterschied zu Hypnosen:
  • Suggestionen und Manipulationen sind tabu. Der Klient übernimmt nicht kritiklos Ansichten zu Problemen und deren Bewältigung eines anderen, sondern findet seine eigene Art, die seinen Möglichkeiten gerecht wird. *)
  • „Entspannungszwang“ oder die allseits bekannten bekannten „Rituale“ sind unnötig.
  • Eine tiefe Trance ist ebenfalls nicht notwendig.
  • Der Verstand und das Bewusstsein bleiben beteiligt.
  • Der andere Gesprächspartner ist weder ‚Guru’ noch ‚Mutti’, die immer wissen, was richtig ist. *)
  • Der Gesprächspartner des Klienten bleibt nicht fasziniert an (für das Problem unwichtigen) spektakulären Schilderungen hängen. *)
  • Der Gesprächspartner bleibt–auch bei schwierigen Erinnerungen- der ruhige Fels in der Brandung. (Das Ganze ist auch ohne Zutun von außen spektakulär genug..)
  • Er sorgt dafür, dass der Klient seinen eigenen Kurs einhalten kann (selbst wenn „ein Orkan mal kurz von der Route abbringt“).  *)
  • Da das Bewusstsein während des ganzen Gesprächs beteiligt bleibt, erinnert man auch immer alles daraus.
  • Der Klient wird anschließend nicht mit einer eventuell üblen Erinnerung sich selbst überlassen. Wie schon oben erwähnt: Das Gespräch soll in einer besseren Verfassung beendet werden als es begonnen hat. *)

*) Es gibt seltene Exemplare von Hypnotiseuren, die sich jeglicher Manipulation oder Effekthascherei enthalten können- für deren Anwendungen gelten viele der aufgezählten Punkte nicht.

Wie geht es danach weiter:

Entweder reichen die Gespräche selbst aus- oder wenn sich etwas herausstellt, das damit nicht behoben werden kann, steht der nächste Schritt an: das könnten Medikamente sein, weitere medizinische Therapien, Ernährungsratschläge oder auch anderes.

Wenden Sie die erweiterte Kommunikation in jedem Fall an?

Nein- nur wenn die Ursache offensichtlich hinter akzeptierten Symptomen oder Krankheiten versteckt wird- aus welchen Gründen auch immer-, ein Problem immer wiederkehrt- oder das Problem zwar bekannt ist, aber Strategien zur Lösung nicht durchgehalten werden können.

Wie muss man sich eine „erweiterte Kommunikation“ in einem Team vorstellen?

Schwierigkeiten im Team müssen nicht zwangsläufig daher rühren, dass jeder unverdaute und vergessene Erlebnisse austoben will. Und eine „Teambesprechung“ der unterbewussten Anteile aller Teammitglieder ist natürlich genauso unsinnig. Haben Sie sich schon mal gewundert, warum bei Personaländerungen auf geheimnisvolle Weise nach kurzer Zeit der alte Zustand wieder hergestellt war? Das ist eine normale gruppendynamische Reaktion. Wenn die wirkliche Ursache für eine Störung nicht berücksichtigt wird, kann es keine wirklichen Änderungen geben.

Hat man z.B. einen Mitarbeiter oder Kollegen, den man unbedingt halten will, der aber immer wieder unabsichtlich die Arbeit des Teams boykottiert, wäre dort eine Ursachenforschung und Änderung hilfreich. Vielleicht traut derjenige sich -zu Unrecht- zu wenig zu, vielleicht ist er unter- oder überfordert- oder einfach am falschen Platz eingesetzt.

Auch eine merkwürdig hohe Fluktuation liegt oft an wenigen. Dafür wäre (wie immer ) der Wunsch notwendig, tatsächlich eine Änderung herbei führen zu wollen- das darf dann auch vor höheren Etagen nicht halt machen. Die Angestellten nach Vorlieben des Vorgesetzten „hinzubiegen“, klappt nämlich nicht. 😉  (jedenfalls nicht, wenn man deren vollen Einsatz haben möchte).

Bei Coachings oder in Service(design)-Seminaren sind die Teilnehmer in der Regel einsichtig, sprechen selbst Schwachstellen an und gehen motiviert aus den Veranstaltungen.. . und wenige Wochen später ist alles beim Alten. Auch da: wo liegt die Ursache? Etwas nur einzusehen, reicht leider nicht- was jeder sicher sofort bestätigen kann. Es gibt alles mögliche, was wir tun oder lassen, obwohl wir es besser wissen.

Klingt das Ganze nicht etwas reißerisch?

Wenn man es vom rein klassischen Medizin-Standpunkt betrachtet, könnte man das so beurteilen.

Aus der Sicht der Neurobiologie ist das allerdings gar nicht so fantastisch: Das Bewusstsein und der Verstand können immer nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit in ihren Fokus nehmen: Jemand, der schwanger ist, sieht sofort nur noch entsprechende Ratgeber, Babies und andere Schwangere. Jemand, der gerade Hunger hat, blendet außer Restaurants und Imbissbuden alles andere aus. Jemand, der gerade verliebt ist, bekommt nicht mal etwas von großen Katastrophen mit und ein mathematisches Problem löst man nicht gleichzeitig mit seinen Beziehungsschwierigkeiten.

Normalerweise reicht der kleine Ausschnitt aus- nur nicht, wenn wir auf einmal riesige Berge von Informationen durchsuchen wollen. Wo fängt man an – wo hört man auf, wo wechselt man die Richtung? Verglichen damit wäre die „Nadel im Heuhaufen“ nicht mehr als eine Vorübung zum Aufwärmen.

Noch schwieriger wird es, wenn angeborene Mechanismen uns Informationen vorenthalten, weil die volle Wucht und Verarbeitung die Kapazität unseres Verstandes wahrscheinlich überfordern würde.

Widerspricht unser Überlebensprogramm dem, was wir gern hätten, geraten wir noch tiefer in innere Konflikte: Ich „bin“ selbstbewusst, ich „kann“ vor großem Publikum locker reden usw. usw. Was es da auch alles für „tschacka-du-schaffst-es-Sätze“ gibt… Das mag eine kurze Zeit mit Hilfe von viel Energie oder vielen Gleichgesinnten erreicht werden, über kurz oder lang KOSTET das Energie.

Beim portionsweisen Durchforsten der Erinnerungen findet man die Ursache für manche Probleme – wenn man Glück hat… Wahrscheinlicher ist, dass die Lebenszeit für die Suche eher zu kurz wäre.. und schließlich will man ja noch was anderes machen, als in Erinnerungen graben. Bedenkt man jetzt, dass das Unterbewusstsein bis zu 200 000 mal MEHR Informationen sichten kann wie das Bewusstsein- und das GLEICHZEITIG- dürfte es niemanden mehr verwundern, dass des Pudels Kern mit seiner Unterstützung sehr viel schneller angesteuert werden kann.

Warum das dann nicht längst viel häufiger angewendet wird?

Ehrlich gesagt: Das war auch meine erste Frage als ich diese Art der Kommunikation kennen lernte.

CrossOver für Pädagogen, Eltern, Pflegende

Die „erweiterte Kommunikation mit dem Unterbewussten“ kann Verständnis für Säuglinge, Kinder und Jugendliche schaffen und den Umgang mit ihnen erheblich verbessern.

Abgesehen davon, dass jeder eine bestimmte Entwicklung erlebt, haben Erwachsene auch die Regeln ihrer jeweiligen Kultur und Epoche verinnerlicht und halten das dann für die einzig richtige Lebensart (das fällt eben besonders auf, wenn man Kontakt zu Erwachsenen aus ganz anderen Kulturkreisen hat).

Wir erinnern uns an beeindruckende Erlebnisse aus der Kindheit, aber nicht mehr an die Art, wahr zu nehmen und zu denken. Wir glauben, dass es sich nicht wesentlich verändert hätte- man als Kind einfach über weniger Wissen verfügte. Wir behandeln unsere Kinder so, wie wir aus heutiger Sicht theoretisch als Kinder selbst gern behandelt worden wären. Und liegen damit teilweise gründlichst daneben.

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Wenn man sein Kind genau beobachtet, wie es auf bestimmte Richtlinien reagiert, kann das trotzdem auf die falsche Spur führen. Ein Kind will seinen Erwachsenen (aus reinem Überlebenstrieb) gefallen und geliebt werden. Deswegen lässt es sich auf Dinge ein, die es nicht versteht oder heimlich sogar ablehnt.

Schaut man sich nun die eigenen Erinnerungen -genauso wie man sie erlebt hat- an, verbindet sich mit wieder ihnen, nimmt dieses Erlebnis in die Gegenwart mit, gehen einem ganze Kronleuchter auf. Man erkennt deutlich, wie viel anders ein Säugling, ein Kind, ein Teenager in bestimmten Situationen tickt- und wie beunruhigend und verunsichernd es wirken kann, wie ein zu klein geratener Erwachsener behandelt zu werden. Die Reaktion auf so einen Umgang können sich in allen möglichen „Verhaltensstörungen“ äußern, an denen (leider viel zu oft mit der Theorie der Erwachsenen) herum dressiert wird. Das Heraufholen der unbewussten Erinnerungen kann für einen größeren „Erkenntnis-Schub“ sorgen, als mancher dicke Pädagogikwälzer- wenn man sich darauf einlassen will. Ich fand hier z.B. die Bestätigung für manches Verhalten von Neugeborenen, was irritierenderweise so gar nicht zu den gängigen Erklärungsmodellen passt.

Darüber hinaus gibt es eine spezielle Form von Entspannung, wobei das Bewusstsein alles registriert, während das Unterbewusstsein in aller Ruhe die Selbstheilungskräfte anregen kann -ohne Störungen durch angelernte z.T. selbstzerstörerische Überzeugungen.

Das Aussehen der Menschen in dieser Phase erinnert mich an das von Menschen in einer Vollnarkose (obwohl alles um einen herum gelassen wahrgenommen – und später auch problemlos erinnert werden kann). Um diesen Vorgang tatsächlich einordnen zu können, musste ich das aber selbst erleben. Wenn ich alle Erfahrungen sowohl von „außen“ als auch von „innen“ zusammennehme, gleicht das überraschend den Beschreibungen von Menschen, die im Wachkoma lagen (im Gegensatz dazu kann die Entspannungsphase natürlich jederzeit vom Klienten selbst unterbrochen werden). Vielleicht nehmen auch andere Menschen, die nicht mehr mit der Außenwelt kommunizieren können, ihre Umwelt ähnlich wahr. Über das Anregen von Selbstheilungskräften hinaus ist das eine beeindruckende Erfahrung, um einen ähnlichen Zustand zu erleben, nachvollziehen und verstehen zu können (z.B. für Pflegepersonal, Ärzte oder Angehörige)- und das eben ganz ohne Drogen o.ä.