150536 Kopie„Stay Hungry & Foolish“

tl;dr – Kurzfassung Wer ich bin? Neurobiologin, Coach, Business-Woman, Heilpraktikerin, Lehrerin, Dozentin, Krankenschwester, Wissenschaftlerin- und: nun auch Bloggerin 

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Jedes Kind ist neugierig – War ich auch und bin es bis heute – meinem Opa sei Dank- geblieben. In der Grundschule hatte ich Glück mit einer Klassenlehrerin, die es verstand, das Interesse an der Welt wach zu halten. Der große Absturz kam mit dem Wechsel in das Gymnasium. Da schienen wir auf einmal gesichtslose Behälter zu sein, die mit irgendwas gefüllt werden sollten. Dass es Entwicklungsschritte und Interessen gibt, die sich von denen Erwachsener unterscheiden, muss an ganzen Horden von Erziehern und Pädagogen spurlos vorüber gegangen sein..

In den Naturwissenschaften blieb es dagegen spannend und so forstete ich nach und nach diverse Büchereien in meiner Umgebung auf der Suche nach weiteren Antworten durch. (Wie schön ist es heute mit dem Internet)

In anderen Fächern konnte ich den Ausführungen nicht immer folgen. Irgendwann fand ich ein eigenes „Forschungsthema“ für die Unterrichtszeit: Woran lag es, dass manche Stunden wie Minuten verflogen, ich manches nur ein einziges Mal hörte, um es auf Anhieb zu begreifen und ein für alle mal zu behalten? Andere Dinge musste ich dagegen stur pauken und erinnerte trotz aller Mühe kurze Zeit darauf nichts mehr- ja sogar komplette Unterrichtsinhalte langer Zeiträume blieben in den unendlichen Weiten des Alls verschwunden.

In diesem Alter neigt man dazu, sich für Misserfolge der Erwachsenen verantwortlich zu fühlen, daher konnte ich die Antworten darauf nicht finden- die genauen Beobachtungen aus dieser Zeit sind dagegen bis heute hilfreich.

Schließlich entstand in mir der Wunsch, Medizin zu studieren. Da fand ich alles wieder, was sich in der Schule als spannend heraus gestellt hatte. Zu der Zeit gab es noch kein Zentralabitur- so wurde ich zwar gerade in den Naturwissenschaften inhaltlich sehr gut auf das Studium vorbereitet- aber die Ansprüche an die Schüler in dieser Schule waren so, dass mein Notendurchschnitt nicht ausreichte.

Also musste ich einen Umweg einlegen- frei nach dem Motto: wenn Plan A nicht funktioniert, gibt es zum Glück noch 25 weitere Buchstaben. Ich habe eine Lehre als Krankenschwester begonnen – und auch dort meine „Studien“ über guten Unterricht weiter getrieben. Mitten in das Abschluss-Examen fiel mit Pauken und Trompeten ein weiterer ‚Programmpunkt’: Meine Mutter lag nach diversen Hirnoperationen für mehrere Monate im Koma, war eigentlich vom Krankenhauspersonal bereits abgeschrieben, Besuche nicht erwünscht- weil zu aufwändig für die Intensivstation..

Mir blieb nur die Möglichkeit, neben Job, lernen für die Prüfungen, auch dort z.T. ganze Schichten mit zu arbeiten, was später stundenweise regelmäßige Besuche ermöglichte. Diese hilflose Position hat meine Sicht auf Kranke und deren Angehörige erheblich verändert. (Meine Mutter hat aus dieser Zeit zwar einige Einschränkungen zurück behalten, war danach aber noch viele Jahre quietschfidel und fit- falls also jemand in einer ähnlichen Situation ist: nicht klein beigeben!  🙂 )

Die Tätigkeit als ausgebildete Krankenschwester entsprach nicht mehr dem, was uns zuvor beigebracht wurde- auch die Ärzte waren nicht viel besser dran: es gab extrem viele Vorschriften und Einschränkungen, deren Sinn sich uns (und mir bis heute) nicht erschloss. Das, was meinen ursprünglichen Absichten am nächsten kam, fand sich im Studium der Biologie (Diplom – denn für Lehramtsstudenten waren in den richtig coolen Praktika keine Plätze verfügbar). Das entpuppte sich als gute Wahl: egal, ob wochenlange Praktika in den „Ferien“, Veranstaltungen von bis zu 14 Stunden am Stück, nächtliche Versuche oder an Wochenenden- mit wenigen Ausnahmen waren diese Jahre ein einziges Highlight. Dank meiner vorangegangen Ausbildung gab’s genug Jobs- und jetzt war auch der anspruchsvolle Unterricht meiner Oberstufenzeit von Vorteil: Im Gegensatz zu den meisten Mitstudenten hatte ich ein entspanntes Studium und konnte mich ganz auf die „Neuigkeiten“ konzentrieren.

Als Hauptfach wählte ich auf Grund der Vorgeschichte die Neurobiologie. Auch das war vom fachlichen her eine gute Entscheidung- weniger, was die Ansichten einiger betreuender Hochschullehrer anging. Nach dem Diplom nahmen meine Studien ein jähes Ende… „eine Mutter könne keine ernstzunehmende Wissenschaftlerin sein“.

Und das war’s.

(Ja- ich habe während des Studiums einen Sohn bekommen und auch der wurde schnell mit den Naturwissenschaften vertraut- Er war bei meinen Versuchen im Reisebettchen dabei- und hat sie oft interessiert verfolgt  – Und bevor jemand entsetzt fragt: Nein, die Versuche waren nicht schädlich oder gefährlich und für ihn scheinbar auch nicht langweilig.. )

O.k.. es sind ja noch ein paar Buchstaben übrig.

Mit dem kleinen Kerl einen Job zu finden, der wenigstens halbwegs meinen Wünschen entgegen gekommen wäre, war nicht einfach und hat auch eine Weile gedauert. Außer Nachtwachen gab es nichts.

Über den Kindergarten bekam ich schließlich den Tipp, eine Ausbildung zum Oberstufen-Waldorflehrer zu machen. Dafür existieren unterschiedliche Wege und ich glaube immer noch, ich habe die bestmögliche Ausbildungsstätte erwischt. ;)) Neben spannenden, sehr gründlichen Seminaren- manchmal ungewöhnlichen Sichtweisen, gab es viele Praktika, Versuche und immer wieder den Hinweis, möglichst alle Informationen selbst zu überprüfen. Dadurch kann ich bis heute -auch auf den ersten Blick „verrückte“ – Theorien als Möglichkeiten in Betracht ziehen und sie erst verwerfen, wenn sie sich nach Überprüfung tatsächlich als zweifelhaft herausstellen.

Die anfangs befürchteten „erleuchteten“ Dozenten, deren Statements kein normaler Mensch nachvollziehen kann (oder will), gab es hier nicht. Sogar meine Beobachtungen aus Schule, Ausbildung und Studium bekamen nun einen Sinn und ich Antworten, die ich bis dahin nicht finden konnte.

Voller Tatendrang begann ich als Lehrerin an der ersten Schule. Und bekam schnell das Gefühl, ich hätte in keiner meiner Ausbildungen wirklich etwas gelernt… Ja- es ist ein großer Unterschied, ob man Wissen einfach abrufbar haben muss- oder einem anderen etwas so erklären, dass der es versteht. In dieser Zeit habe ich wortwörtlich meine Fächer „begriffen“ und mit wachsendem Vergnügen meine Schüler (und externe Gäste) während zahlreicher Praktika mit meiner Begeisterung für Biologie und Chemie oder auch Mathematik anstecken können. (Organische Chemie findet z.B. ein ganz anderes Verständnis, wenn man sich seine gesamten Pflegemittel mit diesem Wissen selbst herstellt.)

Leider stieß die Art des Unterrichts und das Feedback der Schüler bei einigen Kollegen auf wachsendes Mißtrauen. Dabei blieb es nicht- und so verließ ich nach einigen Jahren schweren Herzens die Schule, um fortan in „ freier Wildbahn“ Erwachsene (z.B. in medizinischen Themen) und Kinder zu unterrichten. Auch hier profitierte ich von den Vorteilen der ungewöhnlichen Ausbildung in Pädagogik (die sich übrigens nach neuro- und verhaltensbiologischer Forschung immer mehr als sehr effektiv herausstellt).

Aber ich wäre nicht ich, wenn mir das genug gewesen wäre: mir reichte mein Wissen in der Schulmedizin nicht aus- was sich eben oft genug mit dem Ansatz eines Biologen „beißt“. Einige Alternativen, die ich inzwischen kennen gelernt hatte, waren vielversprechend, aber ohne weitere Schulungen nicht verständlich- also meldete ich mich bei einer Heilpraktiker-Schule an und eröffnete nach bestandener Prüfung zusätzlich eine eigene Praxis. Aus dem riesigen Angebot der Alternativmedizin wählte ich mir die Bereiche der chinesischen Medizin, anthroposophischen Medizin, Homöopathie und Aromatherapie. Das ließ sich mit meinen Erfahrungen und Vorbildungen wunderbar vereinbaren. Diesen Therapien ist eins gemeinsam: „Schubladendenken“ ist fehl am Platz. Vor der Behandlung müssen umfangreiche Informationen von und über den Patienten und seine Erkrankung gesammelt werden – Ausschnitte davon oder gar Oberflächlichkeit hilft nicht, bzw. nur kurzfristig. Auch wenn ich natürlich erwartet hatte, dass diese Therapien wirken- war ich oft genug verblüfft über die drastischen Erfolge, gerade bei schulmedizinisch austherapierten Patienten.

Nach der „Erholungspause“ wollte ich noch einmal einen neuen Versuch an einer Waldorfschule starten. Das ließ sich im ersten Jahr gut an, bis manche Kollegen wieder von meiner Art des Unterrichtens zunehmend irritiert wurden, der durch viele Praktika und meine Ausbildung im Seminar geprägt war (meinen Anspruch an „Unterricht“ finde ich übrigens in einer AppleWerbung am besten auf den Punkt gebracht*)  😉 weitere Artikel dazu im BLOG ). Zum Schutz meiner Schüler musste ich mein Arbeitsverhältnis dort schließlich beenden- näher möchte ich darauf nicht eingehen- und war jedenfalls zum Schluss um eine Erfahrung reicher.

In dieser Situation ergab sich die Mitarbeit bei einer Firma, die ätherische Öle verkauft. Dadurch bekam ich Zugang zu einer schier unendlichen Vielfalt von Essenzen und Varianten und deren beeindruckende Wirkungen. Medizinische und pädagogische Fragen und Beratungen blieben natürlich ein zentrales Thema- und bildeten in den letzten Jahren zunehmend meinen Interessenschwerpunkt.

Auch meine „kindliche Neugier“ habe ich mir erhalten. Meine Kenntnisse erweitere ich immer noch mit spannenden Informationen und Fortbildungen. Tiefer greifende Methoden teste ich möglichst nach wissenschaftlichen Regeln zuerst immer an mir selbst- und danach an Freiwilligen, die sich gern zur Verfügung stellen. Dadurch wird so einiges aussortiert, was sich anfangs in der Theorie gut anhörte- aber den „Praxistest“ nicht übersteht. Je mehr ich über Neuro- und Verhaltensbiologie, Psychologie, Pädagogik, Innovationen in der Medizin, Wiederentdeckung alter Heilverfahren – oder auch Service, Motivation, Lernen erfahre und verwende, desto besser fügen die Themen sich zusammen.

*) Was könnte Jugendliche und den gelungenen Umgang mit ihnen besser beschreiben, als der bekannte Text einer Apple-Kampagne?

Here’s to the crazy ones.
The misfits.
The rebels.
The troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.
They’re not fond of rules.
And they have no respect for the status quo.
You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.
But the only thing you can’t do is ignore them.
Because they change things.
They push the human race forward.
And while some may see them as the crazy ones,
We see genius.
Because the people who are crazy enough to think
they can change the world,
Are the ones who do.

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Für alle, die anders denken:
Die Rebellen,
die Idealisten,
die Visionäre,
die Querdenker,
die, die sich in kein Schema pressen lassen,
die, die Dinge anders sehen.
Sie beugen sich keinen Regeln,
und sie haben keinen Respekt vor dem Status Quo.
Wir können sie zitieren, ihnen widersprechen, sie bewundern oder ablehnen.
Das einzige, was wir nicht können, ist sie zu ignorieren,
weil sie Dinge verändern,
weil sie die Menschheit weiterbringen.
Und während einige sie für verrückt halten,
sehen wir in ihnen Genies.
Denn die, die verrückt genug sind zu denken,
sie könnten die Welt verändern,
sind die, die es tun.