Unkomplizierte Regeneration am Arbeitsplatz

Gerade jetzt passt es überhaupt nicht- der nächste Urlaub noch in weiter Ferne- die Lösung des Problems scheint zum Greifen nah… wenn da nur nicht diese Kopfschmerzen wären, Schulter- und Rückenschmerzen, Herzrhythmusstörungen, nächtelanges Wachliegen, das Pfeifen und Rauschen in den Ohren .. Vielleicht doch mal irgendwelche Pillen? Aber die vernebeln das Hirn noch mehr.

Eine medizinische Massage….?

Akupressur… ?

oder doch lieber eine Wellnessmassage… ?

Mal eben zwischendurch?

Das wär’s doch!

Naja…

In meinen Ausbildungen habe ich verschiedenste Massagen (kennen)gelernt. Wirklich vom Hocker gerissen hat mich keine so richtig – erst recht nicht als Patientin. 

Egal, ob in einer deutschen Praxis oder bei Auslandsaufenthalten: immer hieß es „Zähne zusammenbeißen“. Hin und wieder gab es blaue Flecken oder gar tagelanges Kopfweh als Zugabe. „Regenerationsfördernd“ war das alles nicht- und „Wellness“ auch nicht viel angenehmer.

Vielleicht einfach Pech?

Es gibt ja alle möglichen Massagen: Die vom Arzt verordneten- durch gründlich ausgebildete Masseure und Physiotherapeuten, daneben auch „Wellnessbehandlungen“, die im Prinzip jeder anbieten darf.

Natürlich ist das auch Geschmacksache: Dem einen kann’s gar nicht deftig genug sein: Da werden Verspannungen und „Faszien“ geknetet und gewalkt, Akupunkturpunkte gedrückt und gepresst. Andere erlauben nur sanfte Berührungen.

Wie aber lassen sich unschöne „Nebenwirkungen“ vermeiden? Muskelspannung, wie auch Organfunktionen, werden über Nerven gesteuert. Das meiste davon passiert sogar unbewusst: Kreislaufreglung, Verdauung- aber auch eine Dauerspannung (Verkrampfung) z.B. der Schulter-/Nackenmuskulatur.

Statt sich also an Muskeln, Bindegewebe usw. abzuarbeiten..

ließe sich nicht einen Schritt vorher ansetzen?

Und siehe da- weder blaue Flecke, noch genervte Augenaufschläge, oder gar Schmerzensschreie. Sogar Vorlieben für besonders deftige oder eher sanfte Behandlungen spielen keine Rolle mehr.

Je nach Ablauf entspannen sich nicht nur die Muskeln, die Wirkung erstreckt sich bis auf die Organe. Das Ganze angenehm, (bei richtiger Anwendung) keine bösen Nebenwirkungen.. Was will man mehr?

Wenn auch nicht mehr wie vor 40/50 Jahren üblich: „Was uns nicht tötet, härtet ab“- in vielen Köpfen spukt noch „viel hilft viel“ und „was nicht wehtut oder bitter ist, taugt nix“. Jahrelang habe ich das selbst so eingetrichtert bekommen- wobei das Unbehagen für derbe Therapien blieb. Trotzdem erstaunt sogar mich die Wirkung dieser sanften Griffe manchmal heute noch- von den Patienten ganz schweigen.

Wie ist das überhaupt möglich?

Wir haben verschiedene Nerven- und nur ein Teil davon reagiert auf starke Reize. Andere sind wählerischer: Gerade solche, die für Entspannung sorgen, schalten einfach auf „stur“, sobald eine rüdere Behandlung registriert wird. (Eigentlich ganz logisch: wenn der Körper mit einer Art „Angriff“ konfrontiert wird, wäre Entspannung eher lebensgefährlich). Einfach irgendwie zart drauflos streichen klappt aber genau so wenig- das könnte am Ende ganz unbeabsichtigte Effekte auslösen – d.h. die genauen Griffe lernen muss man schon.

Zuerst habe ich die Anregung dieser Nerven (neuronale Massage) ausschließlich bei Patienten angewendet, die wegen verschiedener Krankheiten zu mir gekommen sind.

Zufällig zeigte sich, dass sich diese Massage auch zur Verminderung und Vorbeugung von Stresssymptomen (oder zur Beschleunigung von Heilprozessen) eignet. Warum eigentlich warten, bis jemand tagelang unerträgliche Spannungskopfschmerzen bekommt, brettharte Schultermuskeln mit kribbelnden und tauben Armen, Kreislaufprobleme, Verdauungsstörungen, Schlafstörungen oder noch ganz anderes?

Bei den meisten überwiegt sogar in der Freizeit das „action-Nervensystem“. Wirklich entspannen können sich nur noch die wenigsten. Für gesunde Organfunktionen müssen sich aber beide in etwa die Waage halten. Kein Wunder also, wenn früher oder später Alarmglocken in Form verschiedener Störungen schrillen.

Die gefundenen Ergebnisse waren viel zu spannend, um nicht weiter daran zu forschen: welche Rolle spielt die Umgebung, wie wirkt die Massage in den verschiedenen Altersstufen, Gesundheitszuständen, wie lange hält die Wirkung an, wie setzt sie sich fort usw.

Interessanterweise konnten selbst größter Trubel oder unbequeme Stühle die Wirkung nur wenig beeinträchtigen.

Für eine effektive Behandlung ist kein aufwändiges Equipment nötig:  2 normale Stühle reichen, je nach körperlicher Voraussetzung 10-20 Minuten Zeit, vorteilhaft wäre eine ruhige Ecke, noch besser ein separater Raum.

Das lässt sich sogar ohne große Störungen in fast jeden Arbeitsalltag integrieren.

Warum das nicht viel häufiger angeboten wird?

Dass sich diese Massage gar zur Vorbeugung schwererer Stresssymptome nutzen lässt, ist den wenigsten bekannt.

Aber auch das Aneignen der speziellen Technik hat es ganz schön in sich. Viele Interessenten dafür gibt es nicht. Um damit überhaupt starten zu können, werden gründliche Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Pathologie, sowie Erfahrungen in verschiedenen Behandlungen bereits vorausgesetzt. Als Wochenendkurs, den man auch neben seinem Job als z.B. Betriebswirtin oder Fleischereifachverkäufer einschieben kann, eignet sich das schon mal nicht.

Und selbst bei den richtigen Voraussetzungen: Das Erlernen der verschiedenen Griffe -und dabei Wahrnehmen der feinen Körper“antworten“ des Patienten- erfordert einen relativ langen Zeitraum: Über Monate, Jahre lernt man nach und nach die Griffe kennen, muss sie üben, anpassen, entwickeln und sich immer wieder vom Ausbilder korrigieren lassen. Erst wenn der zufrieden ist, kommt der nächste Schritt.

Nein. Ich war nicht besonders doof- das geht jedem so.

Automatisch die Abläufe abspulen und in Gedanken den nächsten Urlaub oder Einkaufszettel planen, geht erst recht nicht. Man muss sich bei dieser Massage ganz auf den Patienten konzentrieren, um die Griffe jeder Zeit anpassen zu können. .

Sobald ich die erstaunlichen Wirkungen ein paarmal am eigenen Leib oder bei Patienten erlebt habe, war für mich das Durchhalten aber keine Frage mehr.

Jede der vielen Massageformen hat ihre Anhänger und bestimmt auch ihre Vorteile. Die beschriebene Massage biete ich nach den bisherigen Erfahrungen am liebsten an. Sie erscheint mir von allen Formen, die ich kennenlernte, am patientenfreundlichsten, physiologischsten und wirkungsvollsten. Gerade bei Stresssymptomen.

Vorteile der neuronalen Massage:

-schon eine kurze Behandlung zeigt bereits eine Wirkung- sogar bei  „austherapierten “ Schmerzen, z.B. des Schulter-Armgelenks

– dafür ist kein besonderer Stundenplan nötig,

– es ist kein Vertretungsplan nötig

– die Durchführung erfordert kein besonderes Equipment oder Umgebung

– außer den Muskeln können sogar „gestresste Organe“ davon profitieren

– hohe Akzeptanz

– es gibt keine üblen Nebenwirkungen, die schlimmstenfalls bis zu Arbeitsausfällen führen könnten

– Pflanzenessenzen wirken gerade auf das Nervensystem: wird die Zusammensetzung des Massageöls direkt auf spezielle Beschwerden angepasst, kann die Wirkung der Massage noch verstärkt werden.

Behaupten kann man alles mögliche – am besten selbst ausprobieren 🙂

mit neuem Schwung starten